Evakuierung nach Bombenfund

Datum: 15. März 2016 
Alarmzeit: 15:31 Uhr 
Alarmierungsart: FME, Telefon 
Art: Hilfeleistung  
Einsatzort: Dieselstrasse 
Mannschaftsstärke: 54 
Fahrzeuge: ELW, GW-G, HAB, LF 16 TS, MTF, RW 1, TLF 16/25, TLF 20/40 SL 
Weitere Kräfte: Abschnittsleiter EL-Süd, DRK SEG 5, DRK SEG 6, Notfallseelsorger EL-Süd, Polizei Lingen, Polizei Salzbergen, Polizei Spelle, RTW Salzbergen, WF H&R 


Einsatzbericht:

Im Industriegebiet an der Dieselstrasse wurde gegen Mittag nach Sondierungen auf Kampfmittel eine 2016-03-15 19.55.08englische 500 lbs-Bombe gefunden. Nach dem die Bombe vom Kampfmittelräumdienst begutachtet wurde, stellte sich heraus, dass eine Entschärfung nicht möglich sei und somit die Bombe vor Ort entschärft werden müsse.
Wie schon im letzten Sommer bei einem Bombenfund in der Nachbarschaft war eine Evakuierung der Bewohner im Radius von 1000 m um die Fundstelle notwendig. So wurden diverse Kräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr in Marsch gesetzt. Einige Führungskräfte begannen gegen 13:45 Uhr mit Polizei und Gemeindeverwaltung mit dem Planungen. Um 15:30 Uhr wurde Vollalarm für die FF Salzbergen ausgelöst, um das benötige Personal für die Maßnahmen zu bekommen.
Die Feuerwehr Salzbergen hatte zusammen mit der WF H&R ChemPharm mit insgesamt 11 Fahrzeugen die Aufgabe, Strassenposten zu errichten und keine Personen mehr in das Sperrgebiet zu lassen. Außerdem musste die Bombe mit einem 25.000-Liter-Wasserbecken abgedeckt werden, um den Splitterflug einzudämmen. Gegn 18:45 Uhr war die Sprengung vorbereitet und der Sprengmeister konnte die Sprengung durchführen. Nach wenigen Minuten war die Bombe mit einem dumpfen Knall eliminiert. Nach kurzer Kontrolle durch den Sprengmeister konnte gegen 19.00 Uhr die Sperrung aufgehoben werden. Die Anwohner konnten die Unterkunftsstelle in der Grundschule aufsuchen und wurden dort vom DRK versorgt und betreut.

Insgesamt waren rund 170 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Polizei und Gemeindeverwaltung sowie 2 Notfallseelsorger an der Maßnahme beteiligt. Für die Wehrleute aus Salzbergen war der Einsatz gegen 20:30 Uhr beendet.

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Presseberichte:
NWM-TV
LT Online
Emsvechte-TV
ES Media Spelle
Focus Online
ev1.tv

Polizeiberichte:

POL-EL: Fliegerbombe planmäßig gesprengt

Salzbergen (ots) – Um 18.50 Uhr wurde am Dienstag die in der Dieselstraße bei Erdarbeiten gefundene Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg planmäßig durch einen Sprengmeister des Kampfmittelbeseitigungsdienstes gesprengt. Zuvor waren seit den Nachmittagsstunden insgesamt rund 2000 Bürgerinnen und Bürger aus einem Sicherheitskreis von 1000 Meter im Radius um den Fundort herum evakuiert worden. Das Evakuierungszentrum war in der Grundschule am Feldkamp eingerichtet worden. Nachdem Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und die Polizei alle Bewohner evakuiert hatten, konnte mit der Sprengung der Bombe begonnen werden. Zuvor hatte die Freiwillige Feuerwehr Salzbergen noch 25000 Liter Wasser in einen Behälter um den Fundort der Bombe gepumpt. Dieses sollte die Splitterwirkung bei der Sprengung minimieren. Die Sprengung selbst lief dann planmäßig ab und gegen 19.00 Uhr konnten die Bewohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Die Polizei war mit 51 Beamtinnen und Beamten an der Einsatzstelle und wurde von der Bereitschaftspolizei unterstützt. Die Schnelle EingreifGruppe (SEK) des Landkreises war mit 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz und die Freiwillige Feuerwehr Salzbergen war mit 53 Feuerwehrleuten ausgerückt. Die Gemeinde Salzbergen hatte zwölf Mitarbeiter im Einsatz.

POL-EL: Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden

Salzbergen – (ots) – Am Dienstag gegen 14.00 Uhr wurde in der Dieselstraße bei Erdarbeiten eine amerikanische Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Es handelt sich um eine 250 Kilo-Bombe. Der Fundort liegt etwa 80 Meter entfernt von der Bahnlinie und 300 Meter entfernt von der Raffinerie. Die Bahnstrecke wurde gesperrt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist am Fundort und hat sich zu einer Sprengung des Blindgängers entschieden. Dazu muss in einem Radius von 1000 Metern um die Bombe die Betriebe und Wohnhäuser evakuiert werden. Diese Maßnahmen laufen zur Zeit. Es müssen etwa 2000 Bewohner ihre Häuser verlassen. Polizei und Freiwillige Feuerwehr koordinieren derzeit diese Räumung und Sperrung dieses Sicherheitskreises. Die Grundschule am Feldkamp wurde zum Evakuierungszentrum bestimmt. Personen, die im Sicherheitskreis wohnen und nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen können, sollen sich zur Grundschule am Feldkamp begeben. Wann die Sprengung erfolgen wird, steht derzeit noch nicht fest.